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Investitionen in Lösungen für Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz steigen in Westeuropa

Erstellt am: Dienstag, 16. Mai 2017 von Sascha Alexander

Die Ausgaben für Systeme für Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz in Westeuropa steigen. Nach Schätzung des Analystenhauses IDC werden sich 2017 die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf nun mehr 1,5 Milliarden US-Dollar erhöhen. Für die Jahre bis 2020 sehen die Auguren ein anhaltendes Wachstum von durchschnittlich 42,5 Prozent auf dann 4,3 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage komme laut IDC von diversen Branchen, darunter der Gesundheitssektor und die Öffentliche Hand. Trotz dieses Booms hätte bislang aber nur eine Minderheit unter den europäischen Unternehmen entsprechende Lösungen implementiert. Eine Mehrheit hingegen plant bereits den Einsatz oder will Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz zumindest erproben. Wie allgemein bei der Analyse von Big Data ist auch hier die Suche nach Anwendungsszenarien mit klaren wirtschaftlichen Nutzen ein viel diskutiertes Thema. Vor allem Lösungen zur Vertriebsunterstützung, Betrugsanalyse, im Qualitätsmanagement sowie automatisierte Lösungen für mehr Netzwerksicherheit (Threat Intelligence) und Prozessautomatisierung dürften laut IDC besonders hoch in der Gunst der Unternehmen stehen (mehr zu Projekten mit Künstlicher Intelligenz finden Sie hier).

Banken, Einzelhandel und Fertigungsindustrie setzten auf KI und Cognitive Computing

Die höchsten Investitionen in Westeuropa nach Branchen erwartet IDC bei Banken, im Einzelhandel und in der Fertigungsindustrie. Insgesamt würde aber ein Löwenanteil der Unternehmensausgaben auf industrieübergreifende Lösungen für Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz entfallen. Bis 2020 werden die genannten Branchen zusammen mit den übergreifenden Vorhaben für rund die Hälfte aller Investitionen in entsprechende Technologien verantwortlich sein. Allein im Bereich Banken, Versicherungen und Datensicherheit würden dann 22 Prozent der Investitionen getätigt werden. Weltweit betrachtet entfallen auf Westeuropa laut IDC 12,1 Prozent der Gesamtausgaben in Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz.  Das Durchschnittwachstum liege dabei unter dem im globalen Markt, dem die Analysten Zuwächse von 54,4 Prozent im Jahr zutrauen. Perspektivisch würde sich diese Ratio weiter verschlechtern, sodass 2020 weltweit nur noch 9,5 Prozent aller Ausgaben in diesem Bereich auf Westeuropa entfallen würden, so die Prognose. Zu den Gründen für diese Entwicklung gibt die Pressemitteilung von IDC keine Auskunft.